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Das Fach Erdkunde/Geschichte Erdkundliche und geschichtliche Grundkenntnisse werden an unserer Schule, der Gesamtschule Harburg, im zusammenfassenden Pflichtfach Gesellschaft vermittelt. Im Fach Erdkunde/Geschichte werden weiterführende Kenntnisse so vermittelt, dass Bereiche der Erdkunde und der Geschichte miteinander verbunden werden. Geschichtliche Vorgänge sind abhängig von geographischen Bedingungen des jeweiligen Lebensraumes, wie auch geographische Erscheinungen abhängig sind von geschichtlichen Ereignissen. Zum Beispiel wäre die Entwicklung der ägyptischen Hochkultur ohne die Flussoase Nil nicht möglich gewesen (Also Erdkunde wirkt auf Geschichte). Ebenso wäre die Lüneburger Heide ohne die mittelalterliche Salzproduktion der Lüneburger Saline nicht entstanden (Geschichte wirkt auf Erdkunde). Vermittelt werden in dem Fach aber auch zunächst erdkundliches und geschichtliches Grundlagenwissen. Auf den nächsten Seiten wird ein Projekt vorgestellt, das der Wahlpflichtkurs Jahrgang 7 im Jahr 2006 erarbeitet hat. Dabei ging es um die Stadtgeschichte Harburgs. Durch Beschäftigung mit der Geschichte ihrer unmittelbaren Vergangenheit, also der Zeit, die ihre Eltern, bzw. Großelterngeneration noch erlebte, soll den Schülerinnen und Schülern ein Instrumentarium zur Verfügung gestellt werden, um Geschichte wahrzunehmen und selbst zu erkunden. Einleitung "oral history" Was ist „oral history“? Der englische Ausdruck für mündliche Überlieferung "oral history" bezeichnet eine bestimmte Methode der Geschichtswissenschaft, die seit den 1960er Jahren auch in Deutschland angewendet wird. Seit damals erforschen Historiker auch die Alltagsgeschichte von Personen aus der Unterschicht. Über diese Menschen gibt es zwar auch schriftliche Quellen, wie Musterungsakten, Kirchenbücher, Wanderbücher von Gesellen, Prozessakten und andere amtliche Dokumente, die aber nur zu besonderen Gelegenheiten entstehen. Durch mündliche Befragung von Betroffenen, hoffen die Historiker Aufschluss über den Alltag in der Vergangenheit zu erhalten. Durch Interviews wollen sie erfahren, was die Menschen jenseits der politischen Ereignisse wirklich bewegte. Gefahren der "oral history" Diese Art der Geschichtsforschung muss sehr sorgfältig eingesetzt werden, da die Ergebnisse immer im Zusammenhang mit der Wahrnehmung gedeutet werden müssen. Bereits im Vorfeld muss geklärt werden, welche Erkenntnisse gewonnen werden können. Genaue Namen und Daten sind häufig mit Fehlern behaftet, Stimmungen, Meinungen, Gefühle oder der Informationsstand von Personengruppen können dafür sehr gut ermittelt werden. |
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